Archiv für die Kategorie „Retro“


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skyrim: end-lich durchgespielt

„Und wieder ein Wanderer der die Stiefel meines Vaters lecken möchte. Gut gemacht.“ – Nelkir, Sohn des Jarls in Weißlauf

Nach knapp 180 Stunden Spielzeit haben wir kürzlich den monumentalen Rollenspiel-Titel „Skyrim“ („The Elder Scrolls V“) aus dem Hause Bethesda endlich durchgespielt. Der Titel lag fast exakt zwei Jahre in unserem Backlog der PS3 und während dieser Zeit kam der Begriff „On-Off-Beziehung“ unserem ambivalenten Verhältnis zum Game schon sehr nahe.

Ich habe den Hype 2011, als der Titel erschien, nicht mitmachen wollen, zudem hatte ich bislang keinerlei Erfahrungen mit Vorgängern gehabt. Da das Game eine jahrzehntelange Legacy v.a. im PC-Bereich vorweisen konnte, was ich hingegen nicht hatte, war das Spiel damals keine Option – zumal der unmenschliche Umfang von Anfang an klar war, ferner war das Spiel hoffnungslos verbuggt und wurde zu früh veröffentlicht. Manche Bugs wurden auch bis heute, in der finalen Version 1.9.x, nie behoben.

Dass ich es doch noch spielte ist zum einen der legendären Famitsu zu verdanken: hier kam das Game das erste Mal überhaupt als ein im Westen entwickeltes auf den perfekten Score 40 von 40. Zum anderen am Freundes- und Bekanntenkreis: ich bekam es empfohlen und es scheint wohl Spuren hinterlassen zu haben, dort im positiven Sinne. Es interessierte mich irgendwann persönlich wirklich, was das gewesen sein sollte.

Wir haben Screenshots der Statistiken am Ende des Durchlaufs angefertigt. Lasst uns diese nun in diesem Beitrag analysieren und etwas genauer besprechen.

// Allgemeines //

Skyrim PS3 - Allgemeines Tab1

Skyrim PS3 - Allgemeines Tab2

Skyrim PS3 - Allgemeines Tab3

Werwolfopfer: 2
Vampirismusheilungen: 1
Hälse gebissen: 4
Tage als Werwolf: 112
Tage als Vampir: 6
Orte entdeckt: 200
Verliese abgeschlossen: 87
Tage vergangen: 238
Stunden geschlafen: 28
Stunden gewartet: 169
Findlinge gefunden: 8
Gold gefunden: 339.961
Meistes Gold besessen: 101.243
Truhen geplündert: 1.478
Fertigkeiten verbessert: 713
Lehrbücher gelesen: 66
Nahrungsmittel gegessen: 880
Trainingseinheiten: 128
Bücher gelesen: 272
Pferde besessen: 3
Häuser besessen: 3
In Läden investiert: 0
Tauschgeschäfte: 2.481
Überredete Personen: 18
Bestechungen: 19
Einschüchterungen: 16
Krankheiten überstanden: 7

Generell lässt sich sagen, bis auf Gold, alles was hier vierstellig oder darüber ist, war und ist besessenes Gaming – über den Umfang und den Zeitaufwand hier macht man sich als Unbedarfter keine Begriffe.
Die Vampirismusheilung hier war absolut nötig, da ich Morthal und die Heilungs-Quest nie entdeckt hatte; ein Spielstand von fast 100 Stunden stand hier zur Debatte. Wir zockten „Skyrim“ vanilla, also ohne Addons. Wir verloren ohne Heilung Quests und kamen in keine Stadt, kein Dorf mehr rein, da wir nur noch feindselig angegriffen wurden. Das Game war unmöglich und nicht mehr spielbar.
Die Werwolf-Geschichte kommt ja automatisch durch die Gefährten-Quests in Weißlauf. Bis auf negative Kommentare von NPCs blieb das Game aber machbar. Tage waren hier irgendwann egal.
Warten wollten wir nie, aber wir mussten – z.B. wegen Öffnungszeiten von Geschäften. Völlig gaga. Geschlafen hätten wir auch nie, aber wir wollten wissen, was hier passiert, wenn man verheiratet ist (kein Scherz, ihr solltet wirklich heiraten. Es bringt neben Gold und Mahlzeiten auch einen NPC, der euch dauerhaft begleitet und hilft, manche sterben auch nie). Manchmal passte es auch einfach in den Flow des Spiels.
200 Orte entdeckt zu haben ist nicht normal, darauf waren wir am Ende ein bisschen stolz. Auch auf die Gesamtmenge des gefundenen Goldes. Sowie auf die entdeckten Fertigkeiten.

// Quest //

Skyrim PS3 - Quest Tab

Quests abgeschlossen: 118
Sonstige Ziele abgeschlossen: 269
Hauptquests abgeschlossen: 18
Nebenquests abgeschlossen: 25
Gefährten-Quests abgeschlossen: 6
Akademie-von-Winterfeste-Quests abgeschlossen: 10
Diebesgilden-Quests abgeschlossen: 18
Dunkle-Bruderschaft-Quests abgeschlossen: 27
Bürgerkriegs-Quests abgeschlossen: 1
Daedrische Quests abgeschlossen: 11
Questreihen abgeschlossen: 5

„Skyrim“ ist ein Open-World-Game par excellence und lässt einen was den Abschluss der Missionen betrifft völlige Freiheit. Zudem ist über den gesamten Spielverlauf nie so wirklich klar, was eine Haupt- und Nebenquest ist.
Questreihen außerhalb der Haupt- und Nebenquests sind in jeder großen Stadt zu finden und wirken irgendwie generisch: klar, die Story unterscheidet sich etwas und die Charaktere bringen auch unterschiedliche Eigenschaften, sowie Dialoge mit. Doch am Ende war es irgendwie immer das gleiche.
Eine Ausnahme bildeten die daedrischen Quests: sie gehörten IMHO zu den interessantesten. Hier war auch kein Muster erkennbar, wie man sie erreicht. Manchmal waren NPCs dafür zuständig, die man z.B. in Tavernen traf. In anderen Fällen spezielle Gegenstände. Gefunden haben wir lediglich 11 davon.
Auch hier lässt sich erneut festhalten: dreistellige Werte sind besessene Erfolge. „Skyrim“ zeigt sich hier als absolutes Hardcore-Game und ist gnadenlos.

// Kampf //

Skyrim PS3 - Kampf Tab1

Skyrim PS3 - Kampf Tab2

Menschen getötet: 964
Tiere getötet: 421
Kreaturen besiegt: 231
Untote getötet: 616
Daedra getötet: 32
Maschinenkrieger getötet: 94
Favorisierte Waffe: Ebenerzzweihänder des Sammelns
Kritische Treffer: 638
Schleichangriffe: 16
Überraschungsangriffe: 0
Gegner entwaffnet: 0
Prügeleien gewonnen: 9
Kaninchen geschlachtet: 1

Mein primäres Ziel war das Spiel durchzuzocken. Mir war dabei egal, was oder wen man töten muss und wie viele, um dieses Ziel zu erreichen.
Generell kann man auch hier wieder festhalten, dreistellige Werte sind Hardcore-Game-Material.
Je seltener ein Wert hier, umso seltener waren die Gegner auch über die viel zu große Welt verteilt.
Favorisierte Waffen hier waren zu 90% selbsterstellte. Die gefundenen seltenen Waffen waren zwar ganz geil was deren Eigenschaften betraf, hatten aber meist zu wenig Durchschlag.
Über eine einzelne Statistik hier habe ich mich nicht gekümmert, es kam wie es kam.

// Magie //

Skyrim PS3 - Magie Tab

Zauber gelerrnt: 45
Favorisierter Zauber: Heilung
Favorisierte Magieschule: Wiederherstellung
Drachenseelen gesammelt: 23
Worte der Macht gelernt: 36
Worte der Macht freigeschaltet: 20
Gelernte Schreie: 18
Schreie freigeschaltet: 8
Gemeisterte Schreie: 5
Schreie benutzt: 154
Favorisierter Schrei: Unerbittliche Macht

„Skyrim“ lässt SpielerInnen die komplette Freiheit über die Entwicklung des eigenen Charakters. Da ich die Spielweise eines Kriegers favorisiert hatte, mag dieser Tab etwas unterentwickelt erscheinen. Dennoch hat es mir zum Durchspielen ebenso gereicht, wie am Ende Erzmagier der Akademie zu werden.
Bei den Favoriten erkennbar ist: ich war viel zu häufig vom Tode bedroht, auch waren Tränke und Speisen zu oft Mangelware. Gezockt wurde durchgängig auf dem Schwierigkeitsgrad „Adept“, einer mittelschweren Einstellung.
Auch hier wieder: ein dreistelliger Wert ist ein Indikator für Manie. Hier zum Glück nur einmal der Fall.
Gekümmert hat mich dieser Tab während des Spielens wenig, ergo gibt es zu den Werten oder Angaben wenig mehr zu sagen.

// Herstellen //

Skyrim PS3 - Herstellen Tab1

Skyrim PS3 - Herstellen Tab2

Seelensteine verwendet: 117
Seelen gefangen: 254
Magische Objekte hergestellt: 39
Waffen verbessert: 1
Waffen hergestellt: 2
Rüstung verbessert: 5
Rüstung hergestellt: 3
Tränke gebraut: 546
Tränke benutzt: 987
Gifte gemischt: 99
Gifte benutzt: 10
Zutaten gesammelt: 883
Zutaten gegessen: 93
Nirnwurzen gefunden: 62
Flügel gerupft: 50

Unserer Meinung nach eine der wichtigsten Statistiken des Spiels. Es lohnt immer im Fertigkeitenbaum Skills zu leveln, die sich auf Waffen und Rüstungen beziehen, besonders wenn man als Krieger spielt. Doch selbst als Magier kann es von Vorteil sein, schwere Rüstungen tragen zu können.
Ohne Seelensteine keine Nutzung magischer Waffen!
Dreistellige Werte sind ein Indikator für zu exzessives Gaming. Sie sind zum Durchspielen hier nicht nötig, was man vorher jedoch nicht genau weiß, v.a. wenn man die Rollenspiel-Reihe nicht kennt.
Das letzte Drittel der Parameter hier hängt von der eigenen Spielweise ab und sind die am wenigsten relevanten dieses Tabs.

// Verbrechen //

Skyrim PS3 - Verbrechen Tab1

Skyrim PS3 - Verbrechen Tab2

Kopfgeld in Weißlauf: 5
Gesamtes Kopfgeld: 23.727
Größtes Kopfgeld: 2.579
Schlösser geknackt: 231
Taschen ausgeraubt: 59
Taschendiebstähle: 2.871
Gefängnisaufenthalte: 3
Tage im Gefängnis: 14
Strafen bezahlt: 13.005
Gefängnisausbrüche: 0
Diebstähle: 3.430
Angriffe: 127
Morde: 33
Pferde gestohlen: 3
Unerlaubtes Eindringen: 46

„Skyrim“ ist ein Spiel, das eigenes Handeln belohnt oder bestraft, als wäre es die Realität. Kopfgelder anzusammeln oder Morden ohne Grund ist nicht sinnvoll, es hat einfach viel zu viele negative Konsequenzen. Gefängnisaufenthalte beeinflussen zudem negativ das Leveln der eigenen Spielfigur.
Alle vierstelligen oder fünfstelligen Werte hier sind für die hohe Spielzeit im Normbereich und nicht weiter bedenklich. Kopfgelder können auch komplett aus Versehen auf einen gesetzt sein.
Alle dreistelligen sind wieder ein Indikator für Hardcore-Gaming. Man muss Gefallen an den krankhaften Vorgängen des Schlossknackens finden, sonst kommt man hier nirgendwo hin.
Wie die Werte hier jeweils verteilt sind hängt schwer vom eigenen Gameplay ab.

zockerseele.com-Fazit:

Zugegeben, „Skyrim“, ein Spiel aus 2011/2012 noch im Jahr 2018-2020 ernsthaft zu zocken mag ein bisschen unfair erscheinen. Dennoch findet man solch eine Gesamtqualität* und den Umfang von westlichen Entwicklerstudios eher selten. Zudem sind wir der Meinung, dass perfekte Scores auch seine Rechtfertigung haben müssen, egal wann man ein Spiel spielt. Das ist hier durchaus gegeben. Dafür spricht auch, dass der Titel für Nintendos „Switch“ erhältlich ist, eine Konsole aus 2017… Und es selbst heute noch für viele aktuelle GIFs und Memes im Internet verwendet wird. Die Zeitlosigkeit des Titels ist ein unbezahlbarer Faktor.
Auch die Grafik weiß heute noch zu überzeugen – besonders das Wetter (Polarlichter! Zwei Monde!) und die Tag-und-Nacht-Wechsel werden für immer in positiver Erinnerung bleiben, das ist teilweise schon Fotorealismus. Außer den groben Texturen und der vielen Wiederholungen der Untergründe ist uns nichts Negatives in Erinnerung geblieben. Die Animationen der Charaktere und Tiere sucht seinesgleichen, selbst heute noch.
Das Selbe gilt für die KI, v.a. der NPCs der Welt.
Der Soundtrack ist überragend, er tröstet über jegliche Unzulänglichkeiten des Titels hinweg, immer und überall. Das gilt sogar für die komplett deutschsprachige Synchronisation. Negativ anzumerken wären die Wiederholungen der NPCs hier, das nervte irgendwann. Zudem die Nutzung von selben Stimmen für komplett unterschiedliche Charaktere…

…wo wir bereits beim ersten negativen Aspekt wären – dem Überumfang des Spiels. Die Welt ist zu groß und die Charaktere zu zahlreich, hier blieb eine Mehrfachnutzung von Stimmen und Dialogen einfach unausweichlich.
Ein positiver Aspekt und gleichzeitig ein Riesenproblem ist die fast perfekte Immersion, also das Gefühl, wirklich Teil der Spielwelt zu sein – das Game saugt einen regelrecht ein und verleitet zum Komagaming (binge gaming). Es gab sehr viele Spielphasen, wo ich gemerkt habe, das Game ist zum Hauptteil des Tages geworden. Einzelne Sessions dauerten manchmal fünf Stunden oder sogar mehr. „Skyrim“ ist somit ein perfektes Beispiel des Realitätsersatzes; ein bedenklicher Gaming-Trend, der aber Jahre vor Veröffentlichung des Games bereits Einzug hielt. Eine VR-Version des Spiels zu veröffentlichen lag da sehr nahe – man braucht ja gar nicht mehr viel dazudichten. Doch daran wagen werde ich mich nicht, mir war das am Ende zu heftig.
Es gibt auch eigentlich überhaupt kein wirkliches Spielende: einen Abspann gibt es nicht. Bei den Quests in den Städten der unterschiedlichen Gilden gibt es Questreihen, die unendlich sind und nie aufhören. Wenn man das nicht weiß und im Internet darüber nicht recherchiert, ist das ein bottomless pit, eine Falle, in die man als Spieler nicht tappen sollte. Unausweichlich bleibt sie hier dennoch.
Für Fantasy-Lore-Games westlicher Prägung ist auch die Ernsthaftigkeit und die Brutalität der Erzählung nichts Ungewöhnliches. „Skyrim“ setzt aber auch hier leider negativ Messlatten. Einzig zwischen den Zeilen der vielen Dialoge erkennt man manchmal eine gewisse Ironie und ein bisschen Witz. Insgesamt aber ist das alles zu steif, zu brutal, zu gnadenlos. Warum es in unseren Breitengraden ab 16 Jahren erhältlich sein soll, erschließt sich mir nicht. Ich konnte am Ende nicht mehr zählen, wie viele Menschen, Vampire, Oger und Tiere ich brutal abgeschlachtet habe, oft dann mit Finishing Move am Ende in Zeitlupe. Und dann noch die vielen Plünderungen der Leichen inklusive Ausziehen bis auf deren Unterwäsche im direkten Anschluss. Ich habe es nicht ganz verstanden. MADE IN USA halt.
Weiter oben haben ich die *Gesamtqualität des Spiels erwähnt. Die ist insgesamt mit der Version 1.9.x positiv zu bewerten, doch auch heute noch hat das Game zahlreiche Bugs. So hatte ich bei meinem Durchlauf Komplett-Freezes des Games, wenn ich mit dem Pferd durch die massive Spielwelt geritten bin. Oder bei den vielen Wechseln innerhalb von Dungeons. Hier half nur ein Zurücksetzen der Konsole – mir ist kein Game bekannt, wo ich das zu PS3-Zeiten machen musste. Auch verliert man stundenlangen Spielfortschritt. Am Ende muss ich zwischen 10 und 20 Spielstunden auf diese Weise verloren haben. Temporär verschwinden Charaktere auch einfach in der Spielwelt. Oder mein Charakter konnte sich nicht entschließen, ob er auf dem Pferd sich sitzend oder stehend fortbewegen will. Oder die Kamera merkte sich nicht, wo sie war, nachdem man auf die Karte geschaut hatte. Überhaupt keinerlei Minikarte war ein Nogo, was ich oft verflucht habe. Oder, oder, oder…
Man mag auch die massive Spielzeit als negativen Faktor anbringen: ich bin der Meinung, kein einzelnes Videogame sollte fast 200 Stunden dauern müssen. Und ich habe mich wahrlich nicht langsam durch die vielen Hundert an Missionen bewegt. Im Internet gibt es auch viele Posts, die anbringen, die Spielwelt sei einfach zu groß. Und das Game treibe einen permanent an den Rand des Burnouts. Tatsächlich hatte auch ich das Gefühl, sich hier durchzuschlagen bedeutet eigentlich mehr Arbeit als Gaming. Wenn ich zurückdenke an 2011, das war vor neun Jahren, bin ich froh heute mehr zu arbeiten und Geld verdienen zu können als damals und weniger zu zocken. Es muss noch viele weitere Games geben, die ähnlich designt sind. Am Ende hatte ich zwar nicht das Gefühl, die Zeit hier sei komplett verschwendet – doch viele Missionen sind einfach immer das Gleiche, viel zu repetitiv und auch überhaupt zu lange; es ergab einfach keinen Sinn immer noch eine Mission und dann eine weitere und dann noch eine draufzusetzen. Es wirkte künstlich in Längen gezogen. Und das permanent.

Alles in allem bin ich bedient mit „The Elder Scrolls“: es erfüllt mich mit Gamer-Stolz, dass ich es gepackt habe am Ende. Doch ich werde keinen weiteren Teil mehr zocken. Die Langsamkeit hier drin mag Teil der uralten Reihe selbst sein, ist aber absolut nicht mein Ding und auch nicht mehr zeitgemäß. „Skyrim“ war für mich ein Spiel der 80er des vorherigen Jahrhunderts mit zeitgemäßer 3D-Grafik und bombastischem Soundtrack. Alles viel zu stressig. Und viel zu ernst. Das Leben ist hart genug und viel zu stressig, ein Äquivalent in Videogame-Form brauche ich persönlich hier nicht.
Eine explizite Empfehlung gibt es von uns für Menschen, die bisher keinerlei Videospiel-Erfahrung haben und einen Einstieg wünschen. Gründe hierfür sind das Genre selbst, weil der Hersteller Bethesda sowohl die Open-World, als auch das Fantasy-Genre (westlicher Prägung) im Rollenspiel-Stil hier fertig definiert hat. Um die Kultur, Geschichte und Mentalität des Westens zu verstehen, braucht man eigentlich nicht mehr als „Skyrim“. Ferner sind 200 Spielstunden für heute 11€, wenn man das Game gebraucht kauft, auch absolut unschlagbar für Einsteiger. Über Wiederholungen werden die sich während des Spielens allerdings genauso beschweren wie über lästige Fehler.

„Früher war ich auch ein Abenteurer. Aber dann habe ich einen Pfeil ins Knie bekommen.“ Dauerbrenner aller Wachen in Himmelsrand

musikvideo: go go mario!!

Wir schreiben das Jahr 1986. Ich bin 4 Jahre jung. Das NES ist gerade heißester Scheiß in westlichen Wohnzimmern. Und zeitgleich sendet der japanische Äther die Hitsingle(!) „Go Go Mario!!“ mit offizieller(!) Nintendo-Lizenz:

Wir mussten das weiterreichen. Wir mussten einfach. Hil-ar-ious! xD

R.I.P. PSVITA!

Offiziell ist die PSVITA mausetot, Sony beendete die Unterstützung offiziell zum März wie vorher angekündigt ebenso wie für die Supercomputer-PS3. Seitdem haben beide Konsolen keinerlei PSN-Anbindung mehr. Und es sollte eigentlich auch keine Berechtigung mehr geben für OFW-Updates.

Was unsere zockerseele.com-PSVITA jedoch nicht davon abhielt heute ein Popup zu bringen und sich das „offizielle Update 3.71“ zu ziehen:

Unsere zockerseele.com-PSVITA zieht sich das offizielle FW-Update 3.71

Wie immer bringt dieses Update keinerlei Neuerungen, wie immer dient dieses lediglich der Abwehr von „Hacking-Versuchen“ der Konsole (in diesem Fall genannt „Trinity“), wie immer macht sich das japanische Traditionsunternehmen mit solchen Moves komplett lächerlich: nicht nur ist es dafür ja jetzt wohl mindestens vier Monate zu spät.

Sie sollten endlich auch mal loslassen können und insbesondere die PSVITA war den Japanern kaum einen Aufwand mehr wert schon wenige Monate nach Veröffentlichung der Hardware 2012. Was wir von zockerseele.com ihnen auch für immer übel nehmen werden bei unserer PS-Zockerehre.

Sei’s drum, wenn ihr noch offiziell die Konsole spielt, und Gründe wie gute Spiele gibt es mehr als genug, dann kommt ihr um das Update nicht herum.

Requiescat In Pace PSVITA, 2012-2019!

P.S.: Wir haben unser Versprechen aus 2017(!) nicht vergessen, immer mal wieder updaten wir nämlich unsere Galerie, auch wenn hier keine neuen Blog-Beiträge gepostet werden: surft einfach https://zockerseele.com/photos/ und schaut mal rein!

Hier werden diesen Sommer auch noch fast 400MB exklusive Screenshots sortiert nach Game aus unseren besten PSVITA-Zeiten landen, also stay vita summer tuned! Und so! 😀

20 jahre playstation

Was wir hier sehen ist meine allererste PS1, die ich mir damals, 1998, von meinem hart ersparten Geld mit nur 16 Jährchen gekauft habe:

Diese Konsole wurde gechippt damals, mit meinem eigenen Vater zusammen eingelötet. War ein geiler Moment meiner persönlichen Familiengeschichte und der Start für mich raus aus meinem „Elternkerker“.

Diese Konsole war, genauso wie mein GameBoy damals, MADE IN JAPAN.

Solche Hardware ist heute kaum noch erhältlich.

Zu meinem Erstaunen funktionieren beide Konsolen auch heute noch, den GameBoy habe ich 2014 restauriert und wieder lauffähig gemacht, diese PS1 hier musste ich dieses Jahr aus dem Keller holen, um meine PS1-Spielstände auf eine PS3 zu bringen.

Das war gar nicht einfach, da man die Memory Cards zuerst von der PS1 auf die PS2 schieben muss und dann danach die Spielstände über diese und(!) einen separaten USB-Adapter auf die PS3 bringen muss. War ein etwas komplizierterer Task, aber hat diesen Sommer auch Spaß gemacht.

Mit diesen Photos und dieser kurzen Anekdote aus meinem Zockerseele-Leben möchte ich mich für 2018 von zockerseele.com verabschieden.

Es war ein verzocktes Jahr, aber am Ende bin ich Retrozocker geblieben und zocke lieber, als hier zu schreiben.

Alles Gute zum 20. Geburtstag, PlayStation! <3

P.S.: Trust the girls! 😉

[Update I, Frühjahr 2019]

Witzigerweise flog mir kürzlich beim Aufräumen der Original-Kassenbeleg(!) entgegen:

PS1 Kassenbeleg mit Gran Turismo

Zu sehen ist tatsächlich der Kauf über ein bekanntes Elektronik-Verkaufsgeschäft am 13. Oktober 1998 gegen 11:00.

Neben der Konsole kann ich mich erinnern, dass ich „Gran Turismo“ als Starttitel gleich dazugekauft hatte, weil es mein erstes PS1-Game war; auch diesen Titel findet man auf dem Bon. 🙂

Bei dem ganzen anderen Zeug, Abzüge und Zusätze, ging wohl noch irgendwie eine Memory Card mit.

1998 gab es den Euro noch nicht, folglich sind hier DM aufgelistet. Für mein Geburtstagsgeschenk mit 16 gingen 390DM weg, das sind heute ca. 195€.

Krasse Gefühle hier! 21 Jahre PlayStation sind das jetzt bei mir! o.O

retro: blade runner aus 1997 heute zocken

=== Prolog ===

Wie jedes Jahr im Sommer zur Urlaubszeit widmete ich mich auch dieses Jahr wieder dem Retro-Gaming.

Ein Titel, der es mir hier in meiner Jugend besonders angetan hat war Blade Runner aus dem Jahr 1997 vom legendären Entwickler Westwood Studios (u.a. „Command & Conquer“).

Blade Runner (1997): Animoid Allee

Zu der Zeit gab es noch keinerlei PlayStation in meinem Leben, Point’n’Click-Adventure war uns allerdings spätestens seit „Monkey Island“ ein feiner Begriff und avancierte zu einem unserer Lieblings-Genres auf dem PC.

Also die VM aufgemacht und ab dafür!

Denkste.

Das Fenster in 800x600px war viel zu klein zum Zocken. Also auf einen alten Laptop gegangen und das Spiel auf einem alten, Offline-XP nativ gezockt.

=== Galerie ===

Im Zuge der Session ist folgende Screenshot-Galerie entstanden:

Detective Ray McCoy im legendären Taffy Lewis am Vidphone

Detective Ray McCoy im legendären Taffy Lewis am Vidphone

Das LPD-Police-Department

Das LPD-Police-Department

McCoy zu Besuch bei Dr. Tyrell

McCoy zu Besuch bei Dr. Tyrell

McCoy vernimmt Waffenhändler Izo in der Animoid-Allee

McCoy vernimmt Waffenhändler Izo in der Animoid-Allee

Meine Ergebnisse vom Schießstand. Nach über 20 Jahren Abstinenz...

Meine Ergebnisse vom Schießstand. Nach über 20 Jahren Abstinenz…

McCoy am (funktionierenden!) Schießstand

McCoy am (funktionierenden!) Schießstand

McCoy am (funktionierenden!) Schießstand

McCoy am (funktionierenden!) Schießstand

Animoid-Allee

Animoid-Allee

McCoy chillt auf seinem Balkon

McCoy chillt auf seinem Balkon

McCoy chillt auf seinem Balkon

McCoy chillt auf seinem Balkon

McCoy befragt einen Verdächtigten mit Hilfe des Voight-Kampff-Tests

McCoy befragt einen Verdächtigten mit Hilfe des Voight-Kampff-Tests

Die Originaldateien sind sehr groß. Außerdem sind diese mit einer Smartphone-Kamera vom Laptop abgefilmt und qualitativ wahrscheinlich ein bisschen zu dunkel. Trotzdem ein schönes Wiedersehen mit diesem alten Klassiker!

=== Installation ===

Wer keinen Wert auf einen funktionalen Schießstand legt, der kann das Spiel auf alten Windows-Kisten problems von den Original-CDs installieren. Das hat ferner den Vorteil, dass man dadurch die bestmögliche Grafikleistung aus dem Spiel herausholt.

Für Hardcore-Zocker, die das voll-funktionale Erlebnis suchen eines 1997 für Intel-Prozessoren optimierten PC-Adventures in der Gegenwart zu zocken, wird die Installation ein wenig mühselig, aber machbar. Es gibt zwei Wege zu diesem Ziel.

1. Weg: Es gibt einen speziellen Installer für Windows 7, Windows 8.1 und Windows 10, mit welchem man eine gepatchte Installation statt der hauseigenen durchführt: https://replaying.de/files/blade-runner-patch-windows-vista-7-8-x64/. Nach erfolgreicher Installation ersetzt man die HDFRAMES.DAT im Installationsverzeichnis mit dieser hier. Diese Datei liefert fehlende Frames und Sequenzen der Akte 2 bis 4. Der Installer hat außerdem den Vorteil, dass er den CPU-Patch genauso mitliefert wie dessen angepasste Konfigurations-Datei, damit der Schießstand funktioniert. Danach steht einem „Blade Runner“-PC-Erlebnis in der Moderne nichts mehr im Weg, freudiges Ermitteln wünscht zockerseele.com!

2. Weg: Wenn ihr Hacker seid so wie ich und ab XP aufgehört habt Windows zu benutzen, werdet ihr feststellen, dass der obige Installer für eure Kiste nicht funktioniert. Macht aber nichts, dann suchen wir die Dateien im Internet selbst zusammen und installieren das Ding!
Vorbereitungen:
1. Installiert das Spiel einfach wie üblich über die 4 Original-CD-ROMs komplett auf eurem XP-PC
2. Besorgt euch dann die obige HD-FRAMES.DAT und ersetzt die Datei im Installationsverzeichnis
3. Besorgt euch den CPU-Patch: http://bitpatch.com/ddwrapper.html. Die ddraw.dll und aqrit.cfg von dort legt ihr ins Installationsverzeichnis. Der Patch ist noch nicht konfiguriert, dazu öffnet ihr die aqrit.cfg, löscht den Inhalt und kopiert folgende Konfiguration da rein:

;;; www.bitpatch.com ;;;

RealDDrawPath = AUTO
BltMirror = 2
BltNoTearing = 1
ColorFix = 1
DisableHighDpiScaling = 1
FakeVsync = 1
ForceDirectDrawEmulation = 1
SingleProcAffinity = 1
ForceBltNoTearing = 1
NoVideoMemory = 1

4. Für das Spiel selbst wurde über die gesamte Zeit ein einziges offizielles Update veröffentlicht. Es handelt sich hierbei um eine gepatchte BLADE.EXE des Herstellers Westwood Studios. Diese Datei bekommt ihr hier: offizieller Patch für die CD-ROM-Version oder offizieller Patch für die DVD-Version. Diese EXE einfach auch wieder ins Installationsverzeichnis kopieren.

Egal für welchen Weg ihr euch entscheidet, am Ende steht ein 100%ig funktionales Retro-PC-Adventure-Erlebnis der Extraklasse mit funktionierendem(!) Schießstand:

Blade Runner (1997): Schiessstandergebnisse (2018)

Das waren meine Ergebnisse nach einem Durchgang nach 21(!) Jahren. 😀 Crystal schlägt halt auch niemand…

=== Epilog ===

Im Jahr 2018 ist von Westwood Studios schon lange nichts mehr übrig, wurden diese 1998 von EA übernommen und 2003 komplett geschlossen. Bei der Schließung ging leider 1 Terabyte Daten des Spiels „verloren“, ein HD-Remake etwa für Steam ist dadurch komplett ausgeschlossen. Die hier beschriebene Möglichkeit der Installation ist also wohl auf ewige Zeit die einzige heute und zukünftig auf das revolutionäre und atmosphärisch dichte PC-Adventure zurückgreifen zu können.

Belohnt wird man am Ende nicht nur mit erstaunlich detaillierten und animierten 140 eigens erstellten Locations, sondern auch mit zu der Zeit unmöglichen 20.000 Motion-Capture-Sequenzen (State-of-the-Art waren 1.000 zu der Zeit). Letztere wurden auch durch Original-Darsteller ermöglicht, standen doch Sean Young (Rachael), Brion James (Leon), James Hong (Hannibal Chew), Joe Turkel (Dr. Eldon Tyrell), und William Sanderson (J.F. Sebastian) direkt zur Verfügung. Harrison Ford konnte man für die Entwicklung des Spiels genauso wenig gewinnen wie den Regisseur des Originalfilms Ridley Scott; beide waren jahrzehntelang auf die schwierige und an den Kinokassen floppende Produktion nicht gut zu sprechen. Was die Entwickler jedoch dank der Kollaboration mit dem „The Blade Runner Partnership“ nicht daran hinderte hier und da Referenzen auf Deckard ins Spiel mit einzubauen. Auch der Soundtrack ist wie im Film von Vangelis.

Für Zockerseelen heute noch interessant sein dürfte die Tatsache mit den 13 unterschiedlichen Endings. Das über 500 Seiten umfassende Skript zum Spiel wurde nämlich so konzipiert, dass die KI darin komplett ihre eigenen Wege geht und zusätzlich nach jedem Durchspielen der Zufall die Charakter-Zustände neu mischt. So sind während des gesamten Spiels nur zwei Charaktere in jedem Durchgang Replikanten: der Koch Zuben und der Antagonist Clovis. Was im Laufe eines neuen Durchgangs geschieht und auf welches Ending ihr Zugriff haben werdet, hängt also vom Zufall und euren gefällten Entscheidungen ab.

Für mich war es ein schönes Wiedersehen mit einem alten, ziemlich perfekten PC-Adventure-Klassiker. Da ich endlich mal die Zeit fand die Installation richtig zu konfigurieren funktionierte nun auch der Schießstand; das ist für Perfektionisten genauso ein Muss wie für Fans der ersten Stunde. Dadurch konnte mich der Titel auch heute noch 1 Woche täglich an den PC fesseln. Alles in allem kam bei meinen drei Endings allerdings immer heraus, dass ich Replikanten-Sympathisant bin. Zufall!?

preview: va-11 hall-a

preview: va-11 hall-a

Für alte Cyberpunk-Hasen: „VA-11 HALL-A“ ist ein dystopisches Barmann(!)-Action-Spiel. Mega-Unternehmen regieren die Welt, die Menschen sind vollgepumpt mit Nanomaschinen und damit ist die Umwelt bereits erzählt.

Ihr seid hier als Barmann angestellt, Spitzname VALHALLA. Ihr habt sehr viel mit den Menschen zu tun, hört ihre Geschichten und müsst dafür sorgen, dass die immer gut mit Alkohol versorgt sind.

Surft mal vorbei:

http://waifubartending.com/. [via]

Das Spiel kostet 4,99$, der Soundtrack 7,99$. Ihr könnt direkt dort bestellen und zwar für alle drei PC-Plattformen. iOS ist ebenso geplant wie Steam.

We ♥ it!

preview: zx spectrum vega

Har:

preview: sinclair spectrum vega

Der originale ZX Spectrum ist im selben Jahr geboren wie ich. Der war immerhin 10 Jahre erhältlich und wir denken, mit 5 Millionen verkauften Einheiten war das ein beachtlicher Fußabdruck.

Der wird jetzt neu aufgelegt. Plug’n’Play, ist aber irgendwo immer noch ein PC, doch da 14.000 Spiele (oder sogar mehr) damals für dieses Gerät erhältlich waren wird man die hier ebenfalls ohne Probleme zocken können.

Ist bisschen verrückt, die Kampagne wurde am 1. Dezember gestartet, 100.000 englische Pfund wollte man (nicht wenig…) und man steht bereits bei 110.000:

https://indiegogo.com/projects/sinclair-zx-spectrum-vega.

Das läuft noch: Volle 58 Tage. o.O

Ein Retro-Schmankerl der Extraklasse. Kudos!

trailer: owlboy

Gargoyles trifft Super Mario:

Einen Eulenjungen gab es echt noch nie, hier der Trailer zu dem sehr sympathischen „Owlboy“ für Wii U!

Stammt von D-Pad Studio und das sind Norweger. War übrigens rein für den PC gedacht, aber wir müssen zustimmen, dass die ganze Präsentation wie damals auf dem NES bzw. SNES wirkt. War ein logischer Schritt, gefällt.

Wird schon seit 2008 entwickelt, so lange wie das eben bei Indie-Games dauern kann. Ein definitives Datum fehlt uns bislang.

trailer: heptrix

„Heptrix“ ist ein einfach anmutendes Wii U-Spiel, kostet wenig Geld und erinnert an die gute alte „Tetris“-Zeit. Und genau deshalb ist es uns sympathisch!

Funktioniert auch wie damals, nur müsst ihr diesmal 7 Zeilen schaffen, um ein Level abzuschließen. Auch die Geschwindigkeit nimmt mit der Zeit zu.

Dürfte schon erhältlich sein als Download, zumindest in NTSC-Regionen.

special: zelda-wand-artefakt

special: zelda-wand-artefakt

Ein Zelda-Wandartefakt in Form einer alten GameBoy-Kassette: Stammt von Vadu Amka. Und ist derzeit über die belgische Version eines Internetauktionshauses zu erstehen:

Zelda-Wandartefakt, via befr.ebay.be.

Ist Handarbeit und eben echte Kunst, wird daher nicht billig: Derzeit steht das höchste Gebot bei 100€.

Trotzdem sehr schön! Und mit 25x25cm auch nicht gerade klein.

zockbefehl: the last night

Willkommen in meiner Welt:

the last night

Gut, die Grafik ist noch ein bisschen pixelig und so. Aber kriegen wir hin!

Willkommen bei „The Last Night“:

http://timsoret.itch.io/the-last-night.

Hat einen Cyberpunk Jam-Award bekommen und stammt von Tim & Adrien Soret. Beworben wird es mit Blade Runner & delicious pixels.

Bisschen kurz vielleicht, aber ist es wert! Läuft im Browser.

Und: Soll als „richtiges Spiel“ irgendwann in naher Zukunft auftauchen, siehe: http://www.oddtales.net/.

Want!!

preview: lofi ses: hackbarer 8bit-chiptune-controller

Whoa:

preview: lofi ses chiptune instrument

Wer KORG kennt, der wird wissen, dass die bereits diverse Sound-„Games“ für die DS-Familie veröffentlicht haben. Das sind Synthesizer aus eben diesem Hause gewesen, die gut bei Kritikern ankamen, aber nur von wenigen benutzt wurden/werden konnten. Musikmachen ist eben nicht jedermanns Sache…

Anyway, der Lo-Fi SES bringt das Ganze auf eine andere Stufe: Die Platine hat die Form eines Spielcontrollers und gibt so 8bit-Sounds aus.

Derzeit noch ein Kickstarter-Projekt, doch bereits finanziert:

https://kickstarter.com/projects/2081544495/lo-fi-ses-hackable-8-bit-chiptunes-instrument. [via]

Opensource, komplett hackbar und wenn wir das richtig gesehen haben auch an richtige Instrumente koppelbar. Ein Projekt von und für Feinschmecker und eventuell das Tor zu einer neuen Chiptune-Welt. We ♥ it!

nes: lagrange point

Ein NES-Juwel:

nes: lagrange point

Was wir hier sehen sind weltexklusiv die ersten englischsprachigen Screenshots zu „Lagrange Point“. Das Science-Fiction-RPG war bis dato ausschließlich in Japan zu haben und zwar 1991.

Es bedeutete in mehrfacher Hinsicht einen Schritt nach vorn: Es war in direkter Konkurrenz zu den damals aufkommenden 16-Bit-Systemen wie dem SNES gedacht und spielt von der Handlung her nicht in einem typischen mittelalterlichen Setting. Aber da waren noch mehr derbe Eigenheiten:

* es war das EINZIGE NES-Spiel, das von dem Chip des Typs VRC7 von Konami angetrieben wurde. Hauptfeature war hier „Onboard-FM-Synthesis“, was einen Soundtrack produzierte, der auf dem NES niemals zuvor und auch niemals danach mehr zu hören war
* Verschwörungstheorien im Plot(!)
* zeitweise nichtlinearer(!) Plot

14 Jahre nach den ersten Bemühungen das alles ins Englische zu übersetzen sind die Arbeiten nun abgeschlossen. Ein Typ namens Aeon Genesis hatte das Projekt 2007 übernommen und stellt nun, seit gestern erst, den entsprechenden Patch bereit:

http://agtp.romhack.net/project.php?id=lagrange. [via]

Ihr habt also nun als Retro-Zocker die Möglichkeit euch zuerst die japanische ROM zu besorgen: via Google z.B.. Danach müsst ihr mal schauen, wie ihr euren Emulator dazu bringt diese zu patchen.

Ist wahrscheinlich ein bisschen Gefrickel, aber hey, wir denken es war noch kein NES-Schmankerl so viel eurer wertvollen Zeit wert! Probiert es aus, testet, berichtet darüber!

[Update I, 23.10.14, 21:33]

Ach, wisst ihr was, wir haben euch das kurz gepatcht:

https://zockerseele.com/wp-content/uploads/Lagrange.Point[AGv100].nes

Den Dateinamen haben wir so verändert: „AG“ steht natürlich für Aeon Genesis. Und „v100“, dass es die erste englische Sprachversion vom 22. Oktober ist, wie auf der Website beschrieben. Nett, ne! ^^

Wer das selber machen will, ihr braucht nur dieses Tool: http://fusoya.eludevisibility.org/lips/. Dort wählt ihr (1) den Patch von Aeon Genesis aus, dann (2) die ROM, seht eine Erfolgsmeldung (3) und schon habt ihr die gepatchte englische ROM! 😀

Viel Spaß!! Genius…

scans: time crisis 5

scans: time crisis 5

Kennt eigentlich irgendjemand noch Lightguns? War mal der letzte Schrei! Für das NES gab’s beispielsweise eine sehr bekannte, den NES Zapper. Gefragte Peripherie! Damals, in den 80ern…

Jedenfalls, zu den besseren wenn nicht gar besten Spielen für diese Dinger zählte „Time Crisis“. 1996 von Namco für Arcade-Maschinen releaset, war ein Jahr später gar für die PS1 zu haben und erhältlich in Europa.

Es ist ein fünfter Teil geplant, wie wir oben sehen können für Japan erstmal, wo Arcade-Maschinen nach wie vor sehr gut laufen. Die ersten Scans dazu sind verfügbar, siehe:

3 scans, „Time Crisis 5“, via gamekyo.com.

Wir wissen nicht genau, was wir davon halten sollen. Es sieht irgendwie genauso aus wie Ende der 90er. Das ist weniger gut. Zum anderen haben die jüngeren Episoden, der letzte Release war 2010, auch nicht gut abgeschnitten.

Was wir aber eben schätzen ist das Konzept. Und schließen möchten wir mit folgendem Statement, unabhängig von Lightguns: Wir. Brauchen. Wieder. Arcade. In. Europa!

auktion: un-glaub-lich

Was anderes fällt uns hierzu nicht ein:

auktion: unglaublich

Das ist nur ein kleiner Teil dieser verrückten Auktion. Die gesamte Sammlung umfasst über 5700 Spiele, mehr als 50 Systeme und unglaublich ist ebenfalls er Preis: Die Sammlerseele hier will

164.000$

dafür. Das sind unfassbare 128.450€.

Schaut mal vorbei, ein Zockerzimmer par excellence: http://ebay.com/itm/221564569633#viTabs_0. [via]

Der Käufer bekommt immerhin 15 Jahre Nintendo-Geschichte, von 1985-2000. Das ist alles, was in der Zeit veröffentlicht wurde, oder? Kann es anders sein?

Das wirkt so dermaßen surreal. Wahn-sinn!