mobage $uck$ VII (warum eigentlich?)

Um die Meme-Reihe mal ein wenig zu untermauern habe ich mich entschlossen einen „Factcheck“-Beitrag zu machen. Ich habe seit September ein Smartphone und bin jetzt seit 6 Monaten in Berührung mit Games für Android. Das bedeutet, ich habe einiges gesehen und teilweise auch Geld dafür bezahlt. Und Mobage gehört zu den Gaming-Plattformen, die schlimmer nicht gestaltet sein können.

Fangen wir an.

„Rage of Bahamut“ ist eigentlich ein cooles Game. Es ist ein mobiles Sammelkarten-Spiel, wo die Karten halt nur virtuell existieren; sofern man in diesem Fall von „Existenz“ überhaupt sprechen kann. Eine MAGIC-Kopie in Handyform. Und das Artwork dort ist erste Sahne, aber das reicht einfach nicht.

Negativ:
– das Spiel hat mal Sound und mal nicht
– manchmal hängt es in einer „Getting new content“-Schleife
– nix deutsch
– Mobacoins
– Mobacoins
– „Free Card Packs“ geben nur Scheißkarten
– zu wenig „Cure Water“, was für das Weiterkommen unerlässlich ist
– mega-steile Lernkurve
– Drecks-Interface: billiger geht’s nicht
– es ist absolut ressourcenfressend. Unglaublich für so ein Kartenspiel, alleine, was es an mobilem Traffic verursacht
– Mobacoins
– Mobacoins

„Blood Brothers“ ist ein RPG. Legendär ist die Funktion, mitten im Spiel von einer Horde kampfwütiger Spieler überfallen zu werden. Das nennt sich dort „Battle-Mode“. Außerdem finden alle zwei Tage Events statt, die euch vom eigentlichen Spiel abhalten und höchst fragwürdig sind, was eure Entwicklung der Figuren betrifft.

Negativ:
– Mobacoins
– kann mit einer WLAN-Verbindung manchmal nichts anfangen
– Mobacoins
– Gameplay stockt sehr oft. Bedeutet, dass ihr selbst mit einer Top-Internetverbindung ruckelnde Schritte macht
– Mobacoins
– Neue Funktionen löschen schnell gelevelte Charaktere. Epic-Figuren zu finden ist schwer und das Leveln braucht Zeit. Als die Funktion kam, dass ihr eure Hauptfigur mit den Fähigkeiten anderer Epic-Figuren zusammenführen könnt, war die zweite Figur verschwunden. Grandios! Gemerkt hatten die das erst später und das rückgängig gemacht. Es gab keinen Hinweis, dass die zweite Figur komplett gelöscht wird. Hat also niemand vorher getestet. Sehr unprofessionell.
– nix deutsch

„Galaxy Assault“ – ein „Rage of Bahamut“-Klon mit Setting im Weltall. Eigentlich ziemlich cool, auch wieder Ausnahmeartwork. Sound hat hier sogar IMMER funktioniert. Die App selber war so ziemlich fehlerfrei, auch das Interface sah cool aus.

Negativ:
– war nicht erfolgreich genug. Wurde von Mobage eingestellt. Ende Januar. Einfach so. Alle Fortschritte im Spiel waren für die Katz. Perfekt!
– Mobacoins
– auch nix deutsch

So, dann noch etwas zum Hintergrund: Wer oder was ist Mobage überhaupt??

Viele Informationen findet man im Westen nicht. Das liegt daran, dass die Firma aus Japan kommt. Mobage bedeutet übersetzt einfach Mobile Game. Es kommt mir so vor, als wollen die das Facebook für Smartphone-Spiele werden. Es will einfach ein soziales Netzwerk für Games sein, was nicht ganz funktioniert, wenn ihr das hier gelesen habt oder sogar mal dort gezockt habt. Im Besitz von DeNA Co., Ltd., die seit 1999 am Start sind und sogar an der Börse in Tokyo notiert. Umsatz 2012: 1,8 MILLIARDEN US-Dollar. Und das mit nicht mal 900 Mitarbeitern.

Jedenfalls, in Japan wird Mobage von 30 Millionen genutzt; das ist fast ein Viertel des gesamten Landes(!). Märkte u.a. in China und den USA.

Fazit: Das geht so nicht. Kommen wir noch einmal auf die 6 Monate Android-Nutzung zurück: Selbst für „Need for Speed Most Wanted“ habe ich Geld bezahlt, so irgendwas um 1€. Dafür hatte ich ein brachiales Rennspiel von einem der kontroversesten Hersteller der Welt. SO wird das gemacht!

Es kann nicht sein, dass ich mir die neueste Hard- und Software hole, in meinen eigenen 4 Wänden für die beste Netz-Infrastruktur sorge und dann fucken diese Mobage-Spiele ab. Jetzt ist es natürlich so, dass man damit einfach aufhören könnte und den Dreck deinstallieren (habe ich bei „Galaxy Assault“ gemacht). Aber macht das mal, wenn ihr Zeit in die Entwicklung von Charakteren gesteckt habt. Die wissen schon ganz genau, wie sie es machen müssen. Ist nicht schön, überhaupt für Linux-Gaming.

Aber scheiß drauf. Dabei wird es nicht bleiben: Bei Kickstarter gibt es den Ouya, den Gamestick und was weiß ich; DAS ist die Zukunft! Am Ende müssen es die Nutzer eben selbst in die Hand nehmen, das war bei Linux immer so. Wäre doch gelacht, wenn sich so ein Fuck wie Mobage halten würde.

In diesem Sinne: Keep 1 zocking! Aber lasst euch bitte nicht verarschen. Wir sind hier schließlich nicht bei Apple oder Micro$oft

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