review: castlevania – portrait of ruin

„castlevania: portrait of ruin“ erschien am 7. märz in deutschen gefilden und ist schon der zweite auftritt der castlevania-serie auf dem nds.

:: story + charaktere

portrait of ruin: charlotte, jonathan, stella und loretta
(vorne: jonathan und charlotte. hinten: die portraits und stella mit loretta)

es spielt 1944 während des zweiten weltkriegs und der schauplatz ist das berühmte schloss dracula. bevor man auf dracula trifft, wird man eingeführt in die geschichte des neuen über-feindes namens brauner, der das schloss mit den seelen der beim zweiten weltkrieg gefallenen erschaffen hat. magische portraits, die als portale für andere level-bereiche ausserhalb des schlosses dienen, sollen genügend energie erzeugen, um die welt ins verderben zu stürzen (daher auch der name „portrait of ruin“). brauners echte töchter starben beim ersten weltkrieg, weshalb er kurzerhand einem typen namens eric lecarde (der im spiel „wind“ genannt wird) seine beiden zwillingstöchter geklaut und sie zu vampiren transformiert hat, um ihm bei seinem plan zu helfen. diese zwei komplett neuen feinde heissen stella und loretta; stella ist die dominantere und emotionalere und spezialisiert auf physische attacken, während loretta ruhiger und eine magierin ist. da sie beide vampire sind, weiss keine mehr, dass lecarde ihr eigentlicher vater ist.

nun kommt ihr ins spiel! als charaktere stehen gleich zwei zur verfügung: jonathan morris, draufgänger und krieger, kein direkter nachfahre des belmont-clans und charlotte aulin, eine magierin, die mit dem wissen von büchern kämpft und die geschichten des schlosses kennt. ein priester namens vincent dorin, und ein geist, der „wind“ genannt wird (eric lecarde), unterstützen euch im laufe des spiels mit quests, items und weiteren infos.

ihr kämpft euch munter durch das komplette, wirklich riesige schloss, um die wahren geheimnisse dieses ortes herauszufinden, wobei ihr auf unmengen an rüstungs- und waffen-gegenständen trefft, die euch behilflich sein werden. das schloss ist der hauptort, von dem ihr euch über die portraits in andere welten teleportiert, wie z.b. ein narrenhaus, ein ägyptisches grab oder ein verwunschener wald. auf eurem weg begegnen euch insgesamt 155(!) verschiedene feinde und am ende jedes level-abschnitts der portraits wartet ein boss-gegner, sowie ein wichtiges item zum weiterkommen.

es gibt zwei endings: ein schlechtes, bei dem ihr einfach nur ein „game over“ seht und ein gutes, bei dem die story zu ende erzählt wird und ihr die credits seht. mehr soll aber nicht verraten werden…

:: gameplay

im prinzip ist es ein 2d-side-scroller, obwohl ihr jonathan und charlotte fast gleichzeitig in die schlachten schicken könnt (freie wahl des helden). auch kombinierte attacken der beiden sind möglich, die euch bei manchem boss sicherlich eine grosse hilfe sein werden. zudem müssen bestimmte rätsel gemeinsam gelöst werden, wie z.b. das verschieben von grossen blöcken, die euch im weg stehen. manche gegner kommen euch sicherlich bekannt vor, wenn ihr seit längerem castlevania verfolgt. wirklich jeden der feinde könnt ihr ausserdem in einem bestiarium nachschlagen.

portrait of ruin: eine kombo von jonathan und charlotte
(jonathan und charlotte in einer kombo-attacke)

:: grafik

…gefällt mir im grossen und ganzen wirklich gut, wenngleich es eine zeit gedauert hat, bis ich mich daran gewöhnt hatte. das coolste sind wohl die übergänge, wenn man durch die portraits wandert. die level sind treffend nach location gestaltet, die gegnervielfalt hat mich echt umgehauen und die wurden auch gut animiert, bei konversationen greift man auf manga-stil zurück. keine fehler hier, aber auch nichts, was jetzt fünf sterne gerechtfertigt hätte.

:: sound

es ist das erste castlevania, das englische sprache spendiert bekommen hat und das macht sich bei mir persönlich durchaus bemerkbar. die gegner geben ihre kommentare ab (das „I see you!“ und dieses wilde in der gegend rumballern werde ich so schnell nicht vergessen), die helden machen das auch und das ist gut so. phänomenal fand ich die musik und soundeffekte auch der diversen level, die mich öfter zum nachpfeifen animiert haben. ganz grosser pluspunkt dieses titels, beide daumen hoch dafür!

:: fazit

„portrait of ruin“ ist das bisher atmosphärisch dichteste, sickeste (meiner meinung nach ab 16; aber es wurde schon ab 12 zugelassen), motivierendste action-adventure, das ich bisher auf dem nds gezockt habe. es erinnerte mich ein bisschen an „diablo“, an meine ersten erfahrungen mit castlevania auf dem schwarzweiss-gameboy, sowie an ein thema, das mich eigentlich nicht so dermassen fesselt, hier aber enorm cool erzählt wird (vampire und zeug). die grafik ist ziemlich gut, wenn auch nicht berauschend, der sound rockt und das gegner-slayen hat suchtpotenzial. es gehört definitiv zu den games, die meinen kauf der konsole gerechtfertigt haben und mehr kann man von einem videospiel fast nicht erwarten. 20 jahre und kein stückchen langweilig; wenn man das von jedem in dieser altersklasse sagen könnte.

grafik: 4 von 5
sound: 4,5 von 5
gameplay: 4 von 5

.:_zockerseele.com_award_:.

cover von castlevania portrait of ruin

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