review: final fantasy III

prolog:

„final fantasy III“ erschien am 27. april 1990 ausschliesslich in japan für das nes. europa kommt aber erst am 2. mai 2007 in den genuss, denn an diesem tag wird das game komplett überarbeitet und in 3d für nintendo ds veröffentlicht. in japan wurden am ersten tag davon 309.000 kopien unter die leute gebracht, europa nimmt das spiel ebenso gerne entgegen, ist es doch die premiere von „final fantasy“ auf der ds-konsole, ausserdem zum ersten mal auf deutsch.

ff3: screenshot
(oben: der typ, der wie ein zwerg mit bart aussieht, ist cid!)

die story:

„Vor langer, langer Zeit lebte ein fortschrittliches Volk, dass die Macht der Lichtkristalle nutzte, um ihren hohen Lebensstandard beizubehalten. Doch die Kristalle nährten sich von der Energie der Welt und so war diese Zivilisation zum Tode verurteilt. Die vier dunklen Krieger sorgten mit der Macht der dunklen Kristalle, dass das Gleichgewicht der Welt wieder hergestellt wurde, doch ihr Sieg kam zu spät und die Zivilisation wurde fast komplett zerstört. Nur ihre schwebende Festung blieb.

Einige Zeit später sorgte ein mächtiges Erdbeben für Aufruhr in der sonst so friedlichen Welt. Während der Protagonist eine unbekannte Höhle erkundet und ein mächtiges Wesen vernichten muss, findet er einen der mystischen Kristalle und wird zum Krieger des Lichts auserwählt. Er wird auf eine Reise geschickt, die Welt zu retten und das Böse zu vertreiben. Während seines Abenteuers findet er weitere drei Recken, die sich dem Tatendrang anschließen und gemeinsam geht beginnt die Weltenrettung…“

in „final fantasy III“ begleitet ihr die vier charaktere luneth, arc, refia und ingus, vier waisen, die in dem dorf ur von dem priester topapa grossgezogen werden. nach einem erdbeben öffnet sich eine versteckte höhle, in die luneth hineinfällt und den eingang zu einem dungeon offenbart. dort erfährt man, dass die zeit gekommen ist, um vier krieger des lichts auszuwählen, die gegen die dunkelheit den alles entscheidenden kampf führen müssen, um den schwebenden kontinent zu retten. vorher aber müsst ihr euch die macht der vier kristalle einverleiben, die jeweils von dunklen genossen okkupiert werden. auf eurer reise stehen euch diverse fortbewegungsmittel zur verfügung, wie ein faltkanu, chocobos, das schiff der wikinger, oder ihr geht einfach zu fuss.

die charaktere:

ff3: charaktere
(oben: von links nach rechts – arc, refia, luneth und ingus)

luneth: er ist der draufgänger der truppe. er fürchtet fast nichts und ist verdammt neugierig, weshalb er auch in das loch fällt, was den stein erst in rollen bringt.
arc: dieser kollege ist luneths bester freund. er ist eher schüchtern und so ganz und gar nicht auf konfrontation aus, sondern er liest lieber bücher. luneth ist ebenso sein vorbild.
refia: refia ist die adoptiv-tochter eines schmieds und hat die schnauze voll von ihrer ausbildung. also läuft sie weg und schliesst sich dem clan an.
ingus: eigentlich ein soldat in diensten des königs sasune, hatte er viel glück von einem dschinn nicht verhext zu werden. da er der einzige seiner armee ist, der noch normal laufen kann, schwört er rache und begleitet euch fortan. ausserdem ist er auf der suche nach prinzessin sara.

das minutenlange render-intro stellt ausführlich alle vier figuren vor. was mir sehr positiv aufgefallen ist, ist der fakt, dass die charaktere voll und ganz sympathisch wirken und man sich gerne mit ihnen in die schlachten stürzt. dafür ist es aber erforderlich, einen passenden beruf zu ergattern, denn am anfang sind alle freiberufler und keine spezialisten, das müsst ihr selber entscheiden, deshalb gibt es das…

…job-system:

es gibt insgesamt 23 berufe, die eure charaktere ergreifen können, wie z.b. weissmagier, schwarzmagier, mönch, krieger, usw. jeder dieser berufe hat seine ganz eigenen vorzüge: so können diebe verschlossene türen ohne schlüssel öffnen, schwarzmagier können fette zauber sprechen, mönche können karate und brauchen keine waffen etc. das so zu implementieren fand ich klasse und durchaus nützlich, denn so bekommen eure ohnehin nicht farblosen virtuellen kollegen einen gewissen charme.

gameplay:

ff3: der kampf
(auf in den kampf…)

natürlich gibt es zufallskämpfe. und zwar unendlich viele und in viel zu kurzen abständen. in dungeons kann man so gut wie nie speichern, deshalb ist das eure trainings-arena, die ihr nutzen solltet, bevor der boss kommt, damit ihr für diesen kampf fit seid. speichern könnt ihr auf der weltkarte, wenn ihr aus dem dungeon rauskommt oder bevor ihr ihn betretet:

ff3: die weltkarte

gezockt werden kann „ff3“ wahlweise mit dem stylus oder mit steuerkreuz und den buttons. dabei spielt sich die meiste zeit das game auf dem unteren bildschirm ab, der obere ist fast immer schwarz, ausser bei speziellen szenen zur geschichte.

grafik:

die grafik gehört zweifelsohne mit zum besten, was ihr auf dem ds sehen werdet. kaum ein anderes spiel kann bisher derart überzeugen. leider ist die leistung der hardware massiv beschränkt, was in teilweise grobpixeligen figuren oder umgebungen resultiert. da geht aber noch ein bisschen mehr, vielleicht ja bei „final fantasy IV“, im grossen und ganzen wirken aber die 3d-umgebungen, die echtzeit und alles sehr angenehm und die eingewöhnungszeit (ich komme vornehmlich aus dem playstation-universum) ist gering, wenn man erstmal ein paar stunden investiert hat.

sound:

absolut mega. dank nobuo uematsu. das 8-bit-wunder funktioniert hervorragend in der heutigen zeit, hat mich voll und ganz überzeugt. es passt perfekt auf dieses märchen, wer die grafik nicht mag, der wird den sound lieben.

kritik:

am anfang war ich alles andere als optimistisch, ob mir der trip zurück in die vergangenheit gefallen würde. was dazu kommt, ist der exorbitante schwierigkeitsgrad, der ungemein nerven kann. es gibt zu wenig möglichkeiten das spiel zu speichern, weshalb ihr die dungeons oft mehrfach ablaufen müsst. bisher bin ich in den ersten fünf bis zehn stunden bei keinem anderen spiel so oft gestorben. das wird bei einigen zockern dazu führen, dass sie das game in die ecke pfeffern werden. aber das ist nicht ratsam: die story mag zwar simpel sein, besonders für heutige masstäbe, da das spiel aber in europa so ziemlich niemandem bekannt sein dürfte, ist sie neu. die charaktere werden euch gefallen, ganz bestimmt, denn sie sind nicht nur niedlich, sondern sehr charmant und sympathisch, da macht es einfach lust soviel zu kämpfen und sie weiterzuentwickeln. die 23 berufe und 70 zauber tragen ihr übriges dazu bei. es sind die vielen kleinigkeiten und details, die in diesem 128mb-wunder drin stecken, die einfach spass machen. keine grafik-protzerei, das spiel läuft zügig bis schnell ab, der sound haut einen um, die welt ist irgendwie schnuckelig. aber: das spiel-system ist hoffnungslos veraltet, keine gambits oder ähnliches, die euch die arbeit abnehmen, keine innovationen im kampf-system. das schmerzt irgendwie und kam mir anfangs wie ein rückschritt vor. aber „final fantasy III“ ist ein vollwertiges und originales „final fantasy“, das ihr überall hin mitnehmen könnt und das euch überzeugen wird, wenn ihr nintendo-ds-besitzer seid. es gibt wahrscheinlich kein besseres rollenspiel auf portablen konsolen zur zeit. also kaufen, zocken, nicht frustrieren lassen, denn ausdauer und nerven werdet ihr brauchen und freuen, dass es sowas gibt! hier seht ihr, wie alles begann, viele elemente existieren heute noch und wurden anhand dieser blaupause angefertigt. ein kleines, aber feines meisterwerk der damaligen zeit.

ff3: cover

grafik: 4 von 5
sound 4,5 von 5
gameplay 4 von 5

.:_zockerseele.com_award_:.

offizielle webseite:

http://www.finalfantasy3.eu.com.

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