Archiv für März 2007

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second life

„second life“ ist DER unglaubliche über-hype in der hiesigen zeit. für mich nicht nachvollziehbar, in keinster weise, denn virtuelle realität kennt man als zocker allerspätestens seit „final fantasy“ oder „gta III“. lassen wir den n00bs den spass, für viele wird es das erste mal sein, dass sie sich überhaupt einmal mit virtualität auseinandersetzen.

damit auch die bundestag-mannschaft weiss, worum es bei „second life“ geht, erschien nun ein papier des „wissenschaftlichen dienstes“, welches eigentlich alles zusammenfasst:

Second Life („SL“) ist die Web-3D-Simulation einer virtuellen Welt. Second Life wurde ab 1999
von Linden Lab in San Francisco entwickelt und 2003 online gestellt. Mittlerweile haben sich
bereits vier Millionen Nutzer registriert, die Zahl der aktiven Nutzer ist jedoch deutlich geringer.
Teilnehmen kann jeder ab 18 Jahren. Es gibt sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige
Mitgliedschaften, wobei die Preise für letztere je nach Teilnahmemöglichkeit zwischen einmaligen
US$9,95 und einer monatlichen Gebühr von US$6,00 bis US$9,95 liegen. Der Erwerb von
virtuellem Land kostet zusätzlich; Pachtgebühren zwischen US$5,00 und US$195,00 pro Monat
fallen ab einer bestimmten Größe des erworbenen Landes an.

Jeder Teilnehmer erhält einen so genannten Avatar, einen graphischen Stellvertreter, den er
beliebig in Aussehen, Körperbau und Kleidung gestalten und verändern kann, und durch den er in
der Lage ist sich in dieser Fantasiewelt zu bewegen, zu interagieren, zu spielen, Handel zu
betreiben und mit anderen zu kommunizieren. Trotz seines spielerischen Charakters unterscheidet
sich Second Life von herkömmlichen Internet-Spielen: es gibt keine Handlung, kein vorgegebenes
Ziel, keine Stufen oder Punkte, die erreicht werden könnten. Der Schwerpunkt liegt vielmehr auf
der sozialen Interaktion zwischen den Teilnehmern sowie dem Erstellen von Inhalten, wie
beispielsweise dem Gestalten von Landschaften, dem Bau von Häusern oder der Anfertigung
beliebiger Gegenstände. Die virtuelle Welt wird also ganz von ihren Bewohnern bestimmt.
Nachdem das Thema in den vergangenen Monaten verstärkt von den Medien aufgegriffen wurde,
ist Second Life inzwischen auch für andere Bereiche relevant geworden.

Aufgrund der Tatsache, dass die virtuelle Währung, die Linden Dollars, in US Dollars transferiert
werden können, ist Second Life auch in den realen Wirtschaftskreislauf eingebunden. Der
Wechselkurs, zurzeit entsprechen etwa 270 Linden-Dollar einem echten US-Dollar, schwankt und
hängt nicht nur von Linden Lab, sondern auch von der Anzahl neuer Teilnehmer ab, die mit ihren
Einsätzen eine Geldentwertung hervorrufen. Die realen Verdienstmöglichkeiten sind jedoch
denkbar gering. Trotzdem soll es eine Deutsch-Chinesin durch virtuellen Immobilienhandel zur
echten Dollarmillionärin gebracht haben.
Das Hauptinteresse der Wirtschaft aber liegt im Bereich des Marketings. Viele Konzerne, unter
ihnen Adidas, Toyota und Mercedes, sind mittlerweile im Second Life gegenwärtig. Sie
präsentieren sich dort, wo kaufkräftige junge Zielgruppen vermutet werden und zeigen damit nicht
nur ihre Modernität, sondern haben gleichzeitig die Möglichkeit durch die Resonanz auf ihre
Produkte kostengünstige Marktforschung zu betreiben.

Dass auch die Politik im Second Life angekommen ist, zeigt die dortige Präsenz der
französischen Politiker Royal, Sarkozy und Le Pen in Hinblick auf die bevorstehenden
Präsidentschaftswahlen. Allerdings geht die Initiative dazu nicht von den Kandidaten selbst,
sondern vielmehr von unterstützenden Ortsgruppen aus.
Unterdessen hat Schweden als erstes Land eine virtuelle Botschaft eröffnet, welche jedoch
lediglich als Informationsplattform dienen soll.
Auch eine virtuelle Version des US-Kongresses sowie ein Avatar des Kongressabgeordneten
George Miller, den dieser selbst in Auftrag gegeben hat, sind im Second Life online.

Neben der Berichterstattung über Second Life treten Medien erstmals auch im Second Life auf. So
hat die Nachrichtenagentur Reuters ein virtuelles Büro eröffnet und sogar einen Korrespondenten
ernannt. Der Springer-Verlag ist ebenfalls im Second Life präsent: Im wöchentlich erscheinenden
AvaStar, der umgerechnet 42 Cent kostet, sind ausschließlich Nachrichten aus der Second Life-
Welt zu lesen.

In den letzten Monaten haben zudem Künstler das Second Life als neues Betätigungsfeld
entdeckt. So gibt es eine Reihe von Galerien, in denen reale Künstler die virtuellen Fassungen
ihrer Werke, wie Gemälde, Fotografien oder Skulpturen ausstellen. Immer wichtiger werden jedoch
Formen der „SL“-Kunst, wie beispielsweise die der Performance-Gruppe Second Front um die
virtuelle Künstlerin Gazira Babeli. Letztere hatte mit nicht autorisierten Installationen auf sich
aufmerksam gemacht und mit Sabotagen für Unruhe in der Second Life-Gemeinde gesorgt.

Mit der wachsenden Bedeutung von Second Life nimmt auch die geäußerte Kritik zu. Als größtes
Problem erscheint vielen Teilnehmern die virtuelle Gesetzlosigkeit, die dazu führt, dass es
vermehrt „Verbrechen“ wie unerlaubten Waffengebrauch, sexuelle Belästigung oder massives
Mobbing innerhalb des Second Life gibt. Auch nimmt der Anteil an pornografischen Darstellungen
zu, Glücksspiele sind weit verbreitet.
In Hinblick auf Linden Lab wird die fehlende Haftung für virtuelle Güter und Guthaben sowie die
mangelnde Systemstabilität stark kritisiert.
Allgemein stellt sich die Frage nach der Gefährdung der Nutzer aufgrund einer möglichen
Suchtgefahr. Einer Studie zufolge stellt Internetabhängigkeit ein häufig unterschätztes Risiko dar.
Diese Gefährdung könnte durch die Realitätsnähe von Second Life eine ganz neue Dimension
erreichen. Betroffene tauchen dabei in eine virtuelle Welt ein, in der sie das sein und verwirklichen
können, was sie sich im realen Leben wünschen. Grenzen werden überschritten, die
Scheinexistenz nimmt an Bedeutung zu, während der Bezug zu Realität verloren geht.

Trotz dieser Kritikpunkte wird Second Life immer wichtiger. Teilweise wird es sogar als die neue,
dreidimensionale Version des Internets bezeichnet. Inwieweit sich der Trend fortführen lässt, bleibt
abzuwarten. [via]

vor allem der letzte punkt mit „suchtgefahr“ ist lächerlich, weil bei „second life“ keinerlei missionen/quests oder ähnliches vorhanden sind. man verplempert einfach seine zeit mit nichtstun und die welt ist ganz nett und niedlich gemacht, steht aber in keiner konkurrenz zu modernen videospielen. das mit dem „verlieren der realitätsnähe“ könnte durchaus sein, es ist aber erwiesen, dass unser gehirn so oder so nicht auf etwas wie eine „medien-generation“ eingestellt ist, egal ob es sich dabei um radio, fernsehen oder internet handelt. gerade letzteres, wo zeit und raum keine rolle mehr spielen und man alles in atemberaubender geschwindigkeit abrufen kann, überfordert selbst modernste geister und kann zu schwerwiegenden ausfällen führen. soweit sind wir eben gekommen, dieser schritt ist nicht wieder rückgängig machbar.

bei allem hype und getöse sollte man vielleicht eines auf keinen fall vergessen: „second life“ ist ein experiment, keine(!) „3d-version des web“, sondern lediglich eines von vielen vielen virtuellen parallelen universen, die zufällig von einer breiten masse wahrgenommen wird. diese existieren aber schon seit langem, wenn ihr diesen text lest, dann seid ihr schon in einem, also who cares anyway!?

794 snes-games

bei unserem lieblings-online-auktionshaus bekommt man 720 snes-games plus 74 noch versiegelte:

794 snes-games

es soll sich um ALLE snes-spiele handeln, die je für die us-version dieser konsole produziert worden sind. der haken: der anbieter will mindestens 15000$ dafür, also 18,90$ pro spiel, wobei noch 500$ versand hinzukommen. bis 21ten märz besteht die möglichkeit mitzubieten:

794 snes-kassetten, mind. 15500$, sämtliche je für die us-snes erschienen spiele. [via]

erst ende januar gab es eine auktion, bei der alle nes-spiele vertickt wurden: https://zockerseele.com/2007/01/29/nes-alle-games/.

keine ahnung, wer das alles zocken soll.

trailer: fury

„fury“ sieht nicht mal schlecht aus in diesem trailer. auf dem bildschirm können direkt bis zu 32 zocker gegeneinander antreten, es ist eine mischung aus quake/wow und wird von independent-publisher „gamecock“ verlegt. [via]

…wird wohl das erste ernstzunehmende mmorpg aus australischen gefilden werden: http://unleashthefury.com/.

ds: mushi king

zur abwechslung mal ein spiel, das SO garantiert nicht auf den deutschen markt kommen wird:

ds: mushi king

hierbei kann man karten in den ds lite einscannen und dann „käfer“ gegeneinander kämpfen lassen. der kartenleser kommt dafür gleich mit. lass auch du flotte käfer gegeneinander antreten und werde der mus(c)hi-king! 🙂 die glorreiche idee dazu stammt von sega, mushi-king ist wohl so etwas wie virtuelles schere-stein-papier, ganz toll, dafür brauchte ich früher auch immer ein gerät von nintendo… [via]

ps3: folding@home

ps3: folding@home

ende september 2006 haben wir bereits hier darüber berichtet, ende des monats startet schliesslich das projekt folding@home, mit welchem eure ps3 teil eines speziellen computer-netzwerks wird, das helfen soll, schwerwiegende krankheiten wie parkinson oder krebs zu besiegen. oben sieht man einen screenshot des „parallel-netzwerks“, das gemeinschaftswerk der universität standford und des unterhaltungskonzerns sony macht wahrscheinlich mehr sinn, als nach irgendwelchen imaginären aliens zu suchen. [via]

comeback: commodore II

hier also die gaming-pcs, die commodore helfen sollen in konkurrenz mit alienware oder voodoopc zu treten:

die gaming-pcs von commodore

[via]

anscheinend kann man als kunde aus 50 designs wählen, als hardware befindet sich ein „intel core extreme qx6700“ mit vier kernen (was ist mit amd!?), sowie zwei zwei geforce-8800-gtx und ein asus-high-end-motherboard an bord. das commodore-logo, das berühmte, kommt nur noch als silhouette vor, ab mai ’07 kann man sich einen besorgen.

screenshots: eternal sonata

screenshots: eternal sonata

bei „eternal sonata“ gibts da glaub ich weniger probleme: das rpg aus dem hause namco-bandai bringt als hauptfigur frédéric chopin mit (starb mit 39 an tuberkolose) und spielt in einer welt, in der jeder, der eine unheilbare krankheit hat, über magische über-kräfte verfügt (das soll chopin drei stunden vor seinem tod erträumt haben). das kampf-system hat einiges mit musik zu tun, genaueres weiss man aber nicht. checkt die screenshots, lernt die charaktere, die battle-screens und die spielwelt kennen:

„trusty bell“ aka „eternal sonata“, ab juni in nippon erhältlich.

es steht in den sternen, ob „eternal sonata“ auch in europa veröffentlicht wird, das game featuret darüberhinaus den russischen pianisten stanislaw bunin.

was negativ auffällt: „eternal sonata“ sieht wie ein gepimptes ds-lite-spiel aus, obwohl es für die xbox erscheint. die xbox bleibt also ein von echten rollenspielern immer noch müde belächeltes terrain. da bringt auch ein musikalisches konzept nicht viel.

preview: opoona

preview: opoona

„opoona“ ist so ein rollenspiel-konzept, was die gamer-lager spalten wird: es dreht sich nicht alles um kämpfe, sondern eher um die beziehungen der charaktere zu ihrer welt und den figuren, die ihnen begegnen. die eingeschränkten grafik-möglichkeiten der wii werden ihr übriges tun; man muss es entweder nett und niedlich oder hässlich und scheisse finden. ein release-termin für ausserhalb japans steht noch nicht fest, aber siliconera.com stellt die charaktere vor, mit jeweils einer kleinen einführung (englisch), sowie oft auch grafiken dazu:

preview: „opoona“, ab sommer 2007 in japan erhältlich.

den soundtrack für das endprodukt steuert hitoshi sakimoto bei, der auch schon bei „final fantasy XII“ die finger im spiel hatte, als steuerung dient das nunchuku, art-designer ist shintaro majima („dragon quest“).

psp: ms-paint-version

das programm „ms paint“ ist ein stück verkrüppelte bullshit-software, die mit jedem m$-betriebssystem ausgeliefert wird. es ist nicht bekannt für seinen umfang oder tolle features, aber schaut trotzdem, was man als ober-freak aus diesem programm-schrott herausholen kann:

[via]

sounds gegen spielsucht

wenn man einem bericht der „korea times“ glauben schenken will, dann hat ein startup namens „xtive“ ein verfahren entwickelt, mit welchem sich spielesucht „kurieren“ lassen soll. dabei werden unterschwellige sounds ausgesendet, die einen daran hindern. die gesendeten botschaften können auch verändert werden. [via]

screenshots: the witcher

screenshots: the witcher

brandneue screenshots zum vielversprechenden action-rpg „the witcher“ aus dem hause atari:

screens: „the witcher“, atari, drittes quartal 2007.

man wird aus sechs verschiedenen heldentypen wählen können, jede mit jeweils fetten 250 abilities.

http://www.thewitcher.com.

sixaxis: rumble oder nicht rumble

sixaxis: rumble oder nicht rumble

wie es aussieht haben sony und immersion ihren streit über die vibrationsfunktion des playstation-controllers beigelegt, demnach dürften nun wieder alle türen offen sein, was die „rumble“-technik für das ps3-joypad „sixaxis“ betrifft. sichere informationen gibt es nicht, aber gerüchte, gerüchte und so hat sich cory barlog verplappert, einer der entwickler für „god of war 3“, der meint, vibration sei bei dem dritten gow-teil wieder im programm. [via]

ich bin heute immer noch der meinung, dass der verzicht auf diese funktion ein rückschritt darstellt, darum werden jegliche ambitionen den „fehler“ rückgängig zu machen von mir begrüsst. (erinnert sich noch irgendjemand an die folter-szene aus „metal gear solid“!? oder die massage durch naomi!? gut, okay, das waren details, vielleicht unwichtige kleinigkeiten, aber sehr sympathische.) fragt mich aber bitte nicht, sollte dieses feature zurückkommen, wie das sony mit den sixaxis-pads machen will, die schon ausgeliefert sind und in den wohnzimmern dieser welt auf den böden rumfahren.

concept artwork: warhammer online

concept artwork: warhammer online

kotaku.com zeigt aktuelles artwork zum potenziellen über-hit „warhammer online“:

concept artwork zu „warhammer“, ea mythic @ kotaku.

im dritten quartal 2007 ist es wohl soweit und man kann sich virtuell in die schlachten stürzen: http://de.wikipedia.org/wiki/Warhammer_Online.

arcade: tron

für den schnellen arcade-spass zwischendurch:

arcade: tron

tron:

http://www.fltron.com/index_flash.html.

nicht ganz so cool und aufwändig, wie das space-paranoids-level bei kingdom hearts 2, aber das war auch nicht so gedacht.

ds: kriegsmaschinen ausmalen

ein heisser kandidat für das behindertste spiel ever:

ds: militaer-mal-game

der japanische hersteller tamiya stellt etwas her, bei dem man sich streiten kann, ob dieses produkt überhaupt den begriff videospiel verdient: anstatt auf strategie-basis kriege zu führen (siehe command&conquer) oder aus der ego-perspektive (siehe doom, quake, …), müssen hier lediglich die weissen flächen irgendeiner kriegsmaschine ausgemalt(!) werden. mal davon abgesehen, dass ich meinem kind keinerlei kriegs-malbücher in die hand drücken würde, diese idee ist so verkorkst, man könnte fast meinen, sie käme aus den usa. [via]