schizophrenie in „second life“

peter yellowlees ist seit 20 jahren experte in dem bereich „schizophrenie„. er lehrt an der universität von kalifornien und bisher hat es ihn immer gestört, dass er seinen studenten nicht zeigen konnte, was entsprechende patienten sehen/fühlen/denken und wie sie leiden. also hat er sich einen account im virtuellen universum „second life“ geben lassen und erstellt für die community halluzinationen. so soll es möglich sein durch ein cyberspace-krankenhaus zu laufen, während ein gewöhnliches bild an einer wand sich plötzlich verändert und diverse schimpfworte lesbar werden. oder wie sich der boden plötzlich öffnet und man das gefühl hat, man laufe auf steinen durch die wolken. ein fernsehapparat ist ebenso zu sehen, bei dem sich ein bild einer rede des australischen premierministers verwandelt und es so aussieht, als fordere der minister jemanden auf sich selbst umzubringen. ferner ist in einem spiegel eine reflektion zu sehen, die plötzlich aus den augen blutet und schliesslich stirbt. [via]

schizophrenie wird als die teuflischte aller geisteskrankheiten angesehen. bisher gibt es keine chance auf vollständige heilung, lediglich das verdrängen der symptome ist durch verabreichung von starken psychopharmaka möglich. das experiment des dr. yellowlees ist nicht der erste versuch einer visualisierung der krankheit, wohl aber die erste, die in kombination mit einem online-videospiel einhergeht.

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